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Die Diagnose einer Chlamydien-Infektion wurde früher beim Mann durch einen Abstrich von der Harnröhre und bei der Frau von der Harnröhre und dem Gebärmutterhals gestellt.

Neue molekulargenetische Methoden  ermöglichen den sicheren direkten Nachweis der Erreger-DNS aus dem Harn beziehungsweise dem Sekret des Gebärmutterhalses. Der Erreger Chlamydien sind Bakterien, die je nach Bakterienart, verschiedene Erkrankungen hervorrufen können:

  • Chlamydia trachomatis verursacht Geschlechtskrankheiten.
  • Bei jungen Frauen besteht ein hohes Risiko für eine schwere Unterleibsentzündung (Adnexitis), die zu einer Verklebung der Eileiter führen kann, so dass eine Schwangerschaft auf normalem Wege nicht mehr möglich ist (tubare Sterilität).
  •  Des Weiteren steigt das Risiko für eine Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter.
  •  Bei Schwangeren, die eine Chlamydien-Infektion haben, muss häufiger mit einem Abort – Fehl- oder Frühgeburt – oder einem vorzeitigen Fruchtblasensprung gerechnet werden. Außerdem besteht das Risiko, dass sich das Kind während der Geburt ansteckt. Dieses führt bei den Neugeborenen zu einer Augenentzündung sowie – in seltenen Fällen – zu einer Lungenentzündung.
  • Frauen mit einer Chlamydien-Infektion haben ein erhöhtes Risiko, sich mit dem HIV-Virus anzustecken.
  • Frauen mit einer HPV-Infektion und gleichzeitiger Chlamydien-Infektion erkranken häufiger an Gebärmutterhalskrebs.

Die Übertragung der Chlamydien erfolgt durch Geschlechtsverkehr, oral oder als Schmierinfektion – auch Kontaktinfektion genannt Die Geschlechtskrankheit wird vor allem durch den Geschlechtsverkehr übertragen. Die Zeit vom Zeitpunkt der Ansteckung bis zum Auftreten der ersten Symptome/Beschwerden, beträgt 1 bis 3 Wochen.

Etwa 75 Prozent der Frauen und 50 Prozent der Männer haben nach einer Chlamydien-Infektion nur geringfügige oder gar keine Beschwerden.