Für die werdende Mutter sind die regelmäßigen Ultraschalluntersuchungen ein besonderes Erlebnis. Auch für den zukünftigen Vater sind diese Termine sehr wichtig. Das bildliche Erleben hilft ihnen, eine Beziehung zu ihrem Kind aufzubauen. Bisher war Ultraschall jedoch immer nur zweidimensional möglich. Mit der Entwicklung des 3D-Ultraschalls ist es nun möglich, das heranwachsende Baby räumlich – also dreidimensional – zu sehen.

Ein weiterer Vorteil liegt in der verbesserten Früherkennung von Fehlbildungen, zum Beispiel Fehlbildungen der Wirbelsäule oder Lippen-Kiefer-Gaumenspalten. Chromosomale Besonderheiten (z.B. Down-Syndrom) können nicht diagnostiziert werden. Lediglich bestimmte körperliche Auffälligkeiten können Hinweise auf eine Chromosomenbesonderheit geben, sodass eine Amniozentese (Fruchtwasseruntersuchung) zur genetischen Diagnostik in Erwägung gezogen werden kann.

Im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge sind drei Ultraschall-Termine vorgesehen:

  • 9.-12. Schwangerschaftswoche: Nachweis der Schwangerschaft und des Gestationsalters; Kontrolle des Schwangerschaftssitzes (intra- oder extrauterin); Bestimmung des Choriondurchmessers und der SSL (Scheitel-Steiß-Länge) des Embryos sowie die eventuelle Diagnose einer Mehrlingsschwangerschaft.
  •  Zwischen der 12. und 14. Schwangerschaftswoche kann der Arzt die Transparenz der sogenannten Nackenfalte messen. Die Beschaffenheit der Nackenfalte gibt Auskunft über mögliche Fehlbildungen (z. B. Trisomie 21 (Down-Syndrom, Mongolismus).
  •  19.-22. Schwangerschaftswoche: Fehlbildungsultraschall Bei dieser Untersuchung wird besonders auf Wachstumsstörungen geachtet, z. B. auf die Größenverhältnisse von Kopf, Rumpf und Extremitäten. Außerdem steht die Untersuchung der Organe, insbesondere des Herzens, im Mittelpunkt.
  •  29.-32. Schwangerschaftswoche: Die Untersuchung dient der Wachstumskontrolle, der Lagebestimmung des Kindes, der Plazentalokalisation, der Bestimmung der Fruchtwassermenge und der Beurteilung der Organe und Extremitäten.
  •  Der günstigste Zeitraum für 3D-Aufnahmen ist die 12. bis 16. Schwangerschaftswoche (für Bilder vom ganzen Ungeborenen) und die 25. bis 33. Schwangerschaftswoche (für eindrucksvolle Detailbilder einzelner Organe und Körperpartien des Ungeborenen). Auch frühere und spätere Untersuchungszeitpunkte sind prinzipiell möglich.

Im Mittelpunkt dieser Ultraschalluntersuchung steht vor allem das Erlebnis der Eltern mit dem ungeborenen Kind.

Bei der nochmals weiterentwickelten 4-D-Sonographie kommt die Dimension Zeit hinzu, wodurch am Ultraschallmonitor ein sich ständig aktualisiertes, dreidimensionales Bild entsteht, in dem sich Kindsbewegungen so gut wie ohne zeitliche Verzögerung darstellen lassen.

Der 3D-Ultraschall ermöglicht einen faszinierenden Einblick in den Mutterleib. Eltern erhalten Bilder und Filmsequenzen ihres Kindes als Erinnerung an die Schwangerschaft. Besonders Väter können dabei eine besonders starke Beziehung zu ihrem Kind herstellen.